Jetzt reicht´s!

07Dez2013

Es ist Samstag, der 7. Dezember 2013, und heute Abend geht unser Flieger gen Heimat. Nach 88 Tagen Reise hier ein paar abschließende Worte:

Wir haben unzählige Stunden im Zug gesessen, im Bus Tage und Nächte in Angst verbracht und den wahrscheinlich landschaftlich schönsten Flug unser beider Leben erlebt. Wir haben drei Länder gesehen, mit denen wir nicht annähernd fertig geworden sind, wurden überrascht und enttäuscht, und waren zwischendurch auch kurz zu dritt. Wir waren in großstädtischen Metropolen, kleinen Dörfern, im Dschungel, in der Wüste, im höchsten Gebirge der Welt und am Meer. Haben Leute getroffen, gemocht, gehasst und uns geekelt. Wurden angestarrt, angefasst und fotografiert. Haben angestarrt, nicht angefasst und viel fotografiert. Gefroren und geschwitzt wie noch nie - und dabei nicht mehr Klamotten verbraucht als sonst in einer Woche. Gelacht, geflucht und gestaunt.

Kurz: Wir hatten eine tolle Zeit!

Die Tage sind geflogen und wir können noch nicht so richtig glauben, dass uns nur noch ein paar (okay, einige) Flugstunden von zu Hause trennen.

Wir hoffen, wir konnten mit unseren Berichten den deutschen Herbst ein bisschen interessanter gestalten, vielleicht ein wenig Fernweh wecken und Reisemotivation schaffen. Es wird nicht unsere letzte Reise gewesen sein.

And finally we would like to thank the academy... Danke für eure Aufmerksamkeit!

Ob wir wohl noch so aussehen? Bleibt dran!

Endstation

07Dez2013

Die letzten 11 Tage unserer Reise verbrachten wir (mit Unterbrechungen - Suzhou, Tongli, Wuhan) in Shanghai.

Jeden Tag haben wir uns sehr Touri-mäßig nach einem super Frühstück auf den Weg gemacht, um neue Ecken der riesigen Stadt zu entdecken und zu erobern. Das nahezu perfekte Metro-Netz wurde dabei zu unserem besten Freund.

Angefangen hat unsere Tour beim Bund, einer Promenade am Huangpu-River. Dort hat man einen absolut unschlagbaren Blick auf die Skyline, und weil's so schön war, konnten wir uns am ersten Tag auch gar nicht sattsehen und kamen abends wieder. Es stellte sich heraus: Im Dunkeln ist es noch besser! Alle hohen Gebäude werden angeleuchtet und ab und zu fährt ein leuchtendes Schiff auf dem Fluss vorbei.

Im Hellen......und im DunklenUnd natürlich mit uns davor!

Nach den Kurztrips nach Suzhouo,Tongli und Wuhan saßen wir Montag wieder beim Frühstück und legten uns einen Plan für die folgende Woche zurecht. Jetzt ist schon Samstag und wir können stolz behaupten, wirklich eine ganze Menge gesehen zu haben!

Von der French Concession - nicht so spannend, zum Künstlerviertel M50 - supercool! Sind beinahe echte Kunstfans geworden und haben versucht möglichst intellektuell auszusehen, wenn wir so das innere Ich des Künstlers in den Bildern gesucht haben.

Im Shanghai Urban Planning Exhibition Center konnten wir das unglaublich schnelle Wachstum Shanghais miterleben und auf der Pudong-Seite die Wolkenkratzer von Nahem bestaunen. Da hat man dann auch einen tollen Blick auf die Kolonialbauten auf der anderen Seite des Flusses - keine Skyline, aber mindestens genauso schön.

Wolkenkratzer mal ganz nah!Puxi. Die andere Seite.

Mittwoch bekamen wir dann eine Privatführung über den Campus der Tongji-Universität und sind nochmal künstlerisch im M50 unterwegs gewesen. 

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Fakemarkets. An unserem ersten Stop wurden wir von einer kleinen Chinesin in die hintersten Hinterhöfe geführt, mussten viele Stufen erklimmen und standen schließlich in einer kleinen chinesischen Wohnung. Es öffnete sich eine letzte Tür und wir standen plötzlich im Louis Vuitton-Prada-Gucci-Zauberland. Die zweite Station war ein großer Untergrundmarkt, in dem wir natürlich knallhart gefeilscht haben und sehr fündig geworden sind.

Freitag wollten wir uns im Science and Technology Museum noch ein wenig bilden, sind aber eher enttäuscht worden. Viele ''Mitmach-Gegenstände'' waren kaputt und sehr viel Infomaterial nur auf Chinesisch.

Zwischendurch wurden wir massiert, bekamen eine Maniküre und der Nikolaus kam vorbei - An dieser Stelle noch ein Dankeschön an unsere wunderbaren Gastgeber.

Frisch manikürt!

Alles in Allem, ein perfekter Abschluss unserer Reise.

Jetzt wird´s studentisch!

02Dez2013

Mal wieder Bilder-frei berichten wir von unseren Erlebnissen in Wuhan, wo wir meine Gastschwester Zhang Xirui (sprich: Dschang Schirey) besucht haben.

Die unkomplizierte Anspruchslosigkeit des chinesischen Bahnsystems macht unsere An- und Abreise nicht erwähnenswert, deshalb der langen Rede kurzer Sinn: am frühen Samstagnachmittag waren wir dann da. Unser vorgebuchtes (und angezahltes!) Hostel war schnell gefunden - aber leer. Ziemlich verwunderlich, da es im Internet als ausgebucht angezeigt wurde. Lediglich zwei schüchterne Chinesinnen haben uns empfangen, die aber weder mit unserer Reservierung etwas anfangen, noch ein einziges Wort Englisch sprechen konnten. Im völlig leeren Hostel wurden uns zwei ranzige Matratzen auf dem Boden für den vierfachen Preis des im Internet gebuchten angeboten - wir haben abgelehnt. Nach einem anstrengenden Telefonat mit einem polyglotten Freund der Hostelschneckchen wurden wir in das benachbarte Hotel geschickt, angeblich sollten wir hier reserviert haben. Hatten wir aber natürlich nicht, hier hatte man auch keine Zimmer mehr frei. Außerdem wurde unser gebuchtes Hostel als seit einigen Monaten geschlossen erklärt. Schlussendlich mussten wir in einem vergleichsweise edlen Hotel absteigen, für sehr viel mehr Geld als geplant. Das Arsenal an Kondomen und Sextoys auf dem Nachttisch war nichtmal inklusive. Hostelworld kann sich über eine nette eMail freuen.

Nicht weniger anstrengend und teuer war dann die Taxifahrt zur Uni, wir haben uns tatsächlich ein Hotel am anderen Ende der Stadt ausgesucht. Team Timing hat es auch beinahe pünktlich geschafft und wir wurden herzlichst von Xirui und einem Freund begrüßt. Nach einer kurzen Fahrt mit dem campuseigenen Elektrobüsschen haben wir in einer der sieben (!) Kantinen zu Abend gegessen und schonmal die unglaublichen Ausmaße der Universität bewundert. Danach ging es in ein Wohnheim, vier Studenten teilen sich hier ein Zimmer, Küchen gibt es nicht, Badezimmer auf dem Flur für alle zusammen. Alles ist sehr zweckmäßig angelegt, Ablenkung quasi unmöglich, Lernen scheint am wichtigsten. Hatten wir doch vielleicht wenigstens ein bisschen studentische Ausgelassenheit weit weg von den Eltern erwartet, wurden wir eines besseren belehrt. Es wird quasi nahtlos an den Fleiß aus der High School angeknüpft, die Tage sind lang, die Nächte kurz und die Wochenenden voll. Ein Mädchen erzählte uns, wie sehr sie sich über morgendlichen Regen freut, denn dann fällt die morning excercise aus und sie muss erst ein wenig später aufstehen...

Beeindruckt von so ganz anderem Studentenleben wollten wir uns alle bei einem "Drink" erholen. Es gab drei verschiedene für uns zu probieren. Wir taufen sie: Mangomatsch - nicht trinkbar. Milch mit Bohnen - die ersten zwei Minuten okay, dann irgendwie nicht mehr. Kakao with benefits - generell warmer Kakao, gut. Aber dann erwischt man ein paar der mit was auch immer gefüllten Bubbles, hat den Mund viel zu voll und schlucken scheint unmöglich. Hat mich fast das Leben gekostet.

Ziemlich erledigt sind wir dann mit dem Bus zurück ins Hotel gefahren und hatten eine kurze Nacht vor uns. Wollten am nächsten Tag nicht zu spät wieder in Shanghai sein und trotzdem den Vormittag mit Uni-Besichtigung nutzen. Die Busfahrt war von unseren Freunden für zwei Stunden kalkuliert, 9 Uhr treffen, also kurz vor 7 Bus. Viel zu früh. Vor allem weil die Fahrt dann nur 45 Minuten gedauert hat und wir einsam an der Uni standen. Haben dann aber noch in Ruhe gefrühstückt und eine Wuhanische Spezialität ausprobiert: Nudeln mit Erdnusssoße (erstaunlicherweise ein Wort  mit drei "s" hintereinander) - war gut.

Sind dann mit Xirui und zwei classmates lange über den Campus spaziert und haben uns einiges angesehen. Waren weiterhin von den Ausmaßen beeindruckt, weniger von der Optik. Außerdem waren nach einer Weile auch unsere Geduldsfäden und Nerven etwas strapaziert, die Kommunikation war doch schwieriger als gedacht und die Nervosität der Chinesen hat auch nicht wirklich geholfen...

Nach Mittagessen und Kaffee haben wir uns dann auch auf den Weg zum Bahnhof und zurück nach Shanghai gemacht. Mental ein sehr anstrengender Besuch, aber wir sind sehr froh, gekommen zu sein. Katja hat sich sehr gefreut, ich habe mich sehr gefreut und am allermeisten hat sich Zhang Xirui gefreut - und das macht uns glücklich. Hoffentlich hat sie irgendwann die Chance, uns mal in Deutschland zu besuchen, damit wir sie genau so offen, herzlich und gastfreundlich empfangen können wie sie uns.

Jetzt verbringen wir ein paar letzte Sightseeing- und Shoppingtage in Shanghai und melden uns bald mit ein paar abschließenden Zeilen...

Suzhou und Tongli

29Nov2013

Nach einem erholsamen Tag in Shanghai haben wir Donnerstag wieder unsere Taschen geschnappt und sind mit dem Zug nach Suzhou gefahren, eine ''kleine'' Stadt in der Nähe von Shanghai. Alles ging so einfach, dass es fast schon langweilig war, aber auch irgendwie ganz entspannend..

Um Busgeld zu sparen sind wir vom Bahnhof zum Hostel gelaufen, war dann irgendwie weiter als geplant, aber auf den 50min Weg konnten wir schon einiges von Suzhou entdecken. Das Hostel war dann wieder mal sehr nett (Wir werden echte Youth Hostel Fans!) und wir teilten unser Zimmer mit 3 jungen Chinesinnen. Haben uns aber nicht lange dort aufgehalten und sind ein wenig umherspaziert.

Suzhou wurde uns wiedermal als das ''Venedig des Ostens'' angepriesen, und wir dachten wiedermal: Die waren auch noch nie in Italien. Sah eher aus wie Amsterdam auf Chinesisch. Den Nachmittag verbrachten wir mit ausgedehnten Spaziergängen am Wasser entlang und dem Besuch eines typisch chinesischen Garten. Müde vom vielen Laufen und durchgefroren haben wir uns dann einige Snacks zum Mitnehmen gekauft und wollten es uns damit im Hostelzimmer bequem machen. Unseren Zimmergenossinen war wohl auch ziemlich kalt, denn die Heizung lief auf 30°. Mein Bett stand leider direkt unter der Lüftung und ich hatte schnell das Gefühl, als würden meine Beine geröstet werden. Nach einigen Verhandlungen konnten wir sie dazu bringen auf 24° runter zuschalten. Als wir vom Zähneputzen wiederkamen, waren es aber doch wieder 26°, die Frostbeulen. Wir sind dann zeitig zu Bett gegangen und konnten zu den ''melodischen'' Gesängen einer Zimmergenossin, die sich als Künstlerin vorstellte, einschlafen.

Am nächsten Morgen wachten wir früh auf und gingen zurück zur Bahnstation, um von dort einen Bus nach Tongli zu nehmen. Von der Hosteltante wussten wir, das alle 20min ein Bus vom Hauptbahnhof fährt. Doch es kam uns mal wieder der blöde Sprachunterschied dazwischen. An der ersten Busstation konnte ein man nur ganz wenig Englisch und konnte uns wenigstens die Busnummer aufschreiben. An der zweiten Busstation konnte eine Schülerin dann zwar mehr sprechen, schickte uns aber in einen Bus, dessen Fahrer im Leben noch nie etwas von der Existenz Tonglis gehört hatte. An der nächsten Busstation erklärte uns ein Mädchen mithilfe ihrer Übersetzungsapp, dass es überhaupt keinen Bus nach Tongli gäbe. Wir waren frustriert und kurz davor aufzugeben und den nächsten Zug nach Shanghai zu nehmen. Als letzter Hoffnungsschimmer sind wir dann noch zum Infoschalter des Bahnhofs gegangen. Und siehe da: Ein junger Mann konnte Englisch, ein älterer hatte Ahnung und eine halbe Stunde später saßen wir im Reisebus nach Tongli.

Nach kurzer Fahrt kamen wir in dem Dörfchen an, kauften eine Eintrittskarte und machten uns auf dem Weg zum Eingang. Unterwegs gab's eine Neuentdeckung, die zum Highlight des Tages aufstieg: Baozi mit süßer Sesampastenfüllung - ein Traum!viel leckerer als es aussieht!auch viel leckerer als es aussieht!

Tongli selber hat sich aber auch ziemlich gelohnt. Nach einem amüsanten wie interessanten Besuch im Sex Culture Museum liefen wir einfach ein wenig herum und bestaunten die vielen kleinen Kanäle und die alten Männer, die auf der Straße sitzen und Karten spielen. Tongli hat auch viele sehr alte Gassen, die so ganz anders sind, als die leuchtenden Wolkenkratzer der Großstadt. Nachmittags ging es mit dem Bus dann zurück nach Shanghai. Abends fielen wir dann erschöpft in die Betten, am nächsten Tag hieß es wieder früh aufstehen: Wir fahren nach Wuhan!

Man löse bitte auf: Einem Mann wächst ein Penis aus dem Kopf, oben drauf sitzt eine Schildkröte. Seine Frau sitzt auf seinem Rücken. Inschrift dazu: Using Penis for later generations. Wir waren verwirrt.Hannah hat Spaß.schönes TonglilGlücksbringer-Deko

Nicht viel Nanjing und ein Tag in einer chinesischen Familie

26Nov2013

Geplant war für Sonntag, dass wir uns mit meiner Gastschwester Xirui in Nanjing treffen - es hat nicht geklappt. Es gibt zahlreiche Gründe, hauptsächlich ein großes Missverständnis. So kam es aber, dass wir den Vormittag suchend am Bahnhof verbracht, und damit verloren, haben. Einziger Programmpunkt blieb das Massaker-Museum, die "Memorial Hall of the Nanjing Massacre". Wie schon gedacht, erwartete uns hier eine sehr bewegende Ausstellung über den Massenmord an unglaublich vielen Chinesen während des zweiten Weltkriegs. Keine einzige Infotafel ließ vergessen, wem all diese Grausamkeit zuzuschreiben ist: die Japaner sind schuld!

Aufgewühlt und voll mit Informationen haben wir dann auf dem Weg zum Ausgang auch noch die temporäre Ausstellung zum Konzentrationslager Auschwitz entdeckt und den Nachmittag noch ein wenig dramatischer gestaltet. Danach hat´s mit grausamen Bildern aber auch erstmal gereicht.

Im strömenden Regen auf dem Weg zur Metro dann das Tageshighlight: gebackene Süßkartoffel vom Straßenstand - ein neuer Snack-Favorit!

Am Abend sind wir dann noch mit unseren neuen englischen Bekannten (die Radfahrer) zum Konfuzius Tempel gelaufen und haben uns durch weitere Straßenspezialitäten probiert. Zurück im Hostel wurden wir dann vom Besitzer  mit "Spezial"-Cocktails aus Basilikum - unglaublich lecker - und Fajitas verwöhnt. Umsonst. Ein guter Schluss eines nicht ganz erfolgreichen Tages.

Gestern ging es dann mit dem Zug nach Ma´anshan, der Heimatstadt von Xirui. Wir wollten ihre Familie besuchen. Nachdem wir fast unsere Haltestelle verpasst hätten, ging alles ziemlich wie geschmiert. Der Taxifahrer hat uns vor dem Haus rausgelassen und ich habe erfolgreich die Wohnungstür wiedergefunden. Man freute sich uns zu sehen und schien uns erwartet zu haben. Mit Tee, Kaffee und Plüschpantoffeln ausgestattet wurden wir aufs Sofa gesetzt, durften Erdnüsse knabbern und auf Xiruis Cousine warten - zum Übersetzen. Die zeigte sich dann sehr nervös, aber zwischen Gurken-, Dörrfleisch- und Joghurtsnacks war klar: wir gehen noch essen.

Zeta musste aber wieder in die Schule (night class), deshalb kam ihre Englischlehrerin mit ins Restaurant - ebenfalls zum Übersetzen. Mit ihr konnten wir uns dann auch einwandfrei unterhalten. Zwischendurch mussten wir trotzdem kleine Missverständnisse aus dem Weg räumen: sie wollte gerne wissen, woher Katja denn so gut Deutsch kann und wie ihr die ganzen Windräder zu Hause gefallen. Ob die denn dem Staat oder Privatleuten gehören?Sind sie Deko? Irgendwann haben wir verstanden und aufgeklärt: Katja kommt gar nicht aus Holland! Leider fehlte ein wenig die Konversation mit Xiruis Mutter und all ihren Freundinnen, die mitgekommen waren, um die Deutschen zu sehen.Oder Beistand zu leisten. Unter Anleitung der Lehrerin konnten wir dann an einem großen Buffet verschiedene Gerichte aussuchen, die es geben sollte. Auf ihr Drängen haben wir auch zögerlich auf einen Fisch im Aquarium gedeutet, der dann sofort rausgefischt und zubereitet wurde. Es wurde ein wahres Essensfest (bei dem alle Chinesen leider nur Suppe aßen und der Rest für uns übrig blieb) und nach kurzer Zeit und zu vielen Gläsern lila Kartoffelsaft waren wir so voll, dass wir uns nicht mehr bewegen konnten. Da wurde dann verkündet, dass es jetzt in eine andere Lokalität geht, um Nachtisch zu essen. Die Mall, in der wir die Desserts finden sollten, war aber schon geschlossen und wir konnten kurz aufatmen. Dann hat sich der Wachmann es aber nochmal anders überlegt und unsere interessante Gruppe doch noch reingelassen. Angeblich weil wir so schön sind. Volle, runde Nudel-Enten-Gemüse-Fisch-Brot-Kugelbäuche scheinen hier attraktiv zu sein. Unseren süßen Reis-Suppen-Kram konnten wir dann nicht aufessen und sind fast geplatzt. Aber lecker wars.

Obwohl wir mehrfach erklärten, dass das nicht nötig sei, musste dann noch zum Supermarkt gefahren werden - die Deutschen sollten nicht ohne Essensproviant nach Shanghai fahren. Ich und Katja wählten dann vorsichtig süße Brötchen und Tuc-Kekse aus und waren damit fertig. Aber so einfach ließ man uns nicht davon kommen. Es gab mehrere Schokoladentafeln, kleine Kuchen, 9 Bananen, Kaugummis, zwei riesige Brote und eine Familienpackung Hello-Kitty-Taschentücher. Nur einen Berg eingelegten Tofu, der plötzlich auf dem Kassentisch lag, konnten wir gerade noch abwenden.

Gegen halb 11 waren wir zu Hause und schon ziemlich erledigt. Wurden aber noch gebeten, einen Jungen aus der Nachbarschaft kennenzulernen, der gerne mit uns "communicaten" wollte. Kein Problem, machen wir gerne. Gestaltete sich aber extrem kompliziert, der Gute war nämlich so nervös, dass wir ernsthaft Angst um seine Gesundheit hatten. Wir "Kinder" wurden alle aufs Sofa gesetzt, die Mütter standen drumherum und haben Fotos gemacht, die Lehrerin fing sogar an zu filmen. Nach mehrmaliger Aufforderung, mit uns zu sprechen, verfiel der Junge in heftige Schnappatmung, es tauchten rote Flecken und Schweißperlen in seinem Gesicht auf und er knetete unablässig seine Hände. Wir haben irgendetwas zwischen starkem Asthma- und akutem Ohnmachts-Anfall erwartet. Er konnte sich dann aber doch eine Frage überlegen und wir haben alle erleichtert aufgeatmet. Bereitwillig eröffnetten wir ihm, was unsere Lieblingsfarben sind.

Dann war der erste Spuk auch schon vorbei und wir sind kaputt ins schmale Bett gefallen und haben seit langem mal wieder nebeneinander geschlafen. Looove.

Zeta setzte sich derweil an die Hausaufgaben, versprach aber, uns noch einen Brief zu schreiben. Den fanden wir auch am nächsten Tag, sie hatte ihn nach den Hausaufgaben um 2:00 nachts verfasst, das arme Kind. Highlight des Briefes: ,,I will always miss you like a Darling!'' - Sie hat unsere Herzen erwärmt.

Heute hieß es dann früh aufstehen, denn unser Besuch fiel kürzer aus, als von der Familie erwartet. Das Ma´anshan Sightseeing-Programm musste in einen kurzen Nachmittag gepresst werden, denn wir hatten einen Zug nach Shanghai zu kriegen. Mit immer noch ordentlich vollen Bäuchen haben wir uns pünktlich um kurz vor 8 auf den Weg gemacht, die Schule, die ich vor zwei Jahren selbst kurz besucht habe, war der erste Stopp. Wir haben uns schon auf ein wenig mehr Verdauungszeit gefreut, da wurden wir aber im Auto mit Puddingteilchen für den ersten Hunger versorgt. Reichte als Frühstück vollkommen. In der Schule wurden wir dann drei verschiedenen Klassen vorgestellt und haben bereitwillig alle Fragen beantwortet. Manche gerne (Lieblingsfussballverein u.ä.), andere weniger (was wir von den Japanern halten, bzw. ob wir sie auch nicht mögen). Die Lehrerin eröffnete uns dann aber später noch, dass sie die Schüler vorher auf Chinesisch instruiert hatte, uns nicht nach Hitler zu fragen. Dabei hätten wir dazu wenigstens etwas sagen können.

Zwischendurch haben wir es schon befürchtet, nach der Vorstellerei war klar: jetzt gehen wir frühstücken! Mit Mühe haben wir jeder eine Wan-Tan-Suppe, einige Jiaozi und einige Baozi verdrückt - unglaublich lecker, aber wir waren wieder voll wie gestern Abend. Bewegung quasi unmöglich. Zwischendurch hab ich auch einen großen Fehler gemacht und mich geräuspert. Jetzt bin ich mit Kräuterbonbons ausgestattet, die in der nächstgelegenen Apotheke besorgt wurden.

Nach viel Cruiserei durch die Stadt war es dann auch irgendwann so weit: wir mussten zum Zug. Vorher wurde noch schnell geluncht, denn wir durften nicht ohne etwas warmes im Bauch auf Reise gehen. Zum Glück konnten wir aushandeln, uns nur eine große Nudelsuppe zu teilen - machbar. Und obwohl unsere Snacktüte schon aus allen Nähten platzte, wurden noch zwei ganze Brote, etwas Trockenfleisch und 9 Bananen sowie 2 Liter Wasser hinzugefügt. Xiruis Mama und die Lehrerin ließen sich auch nicht davon abbringen, uns bis zu unseren Plätzen im Zug zu bringen, vor allem die Lehrerin präsentierte sich am Ende seeeehr anstrengend. Hastig haben wir uns verabschiedet, denn der Zug wäre beinahe mit den beiden losgefahren, und waren  - endlich allein - auf dem Weg nach Shanghai!

Hier sind wir nun ziemlich gut und unkompliziert bei Markus und Katia (noch eine!) angekommen und konnten auf der Taxifahrt schonmal ein bisschen Großstadtluft schnuppern. Wir melden uns wieder, wenn wir aus den traumhaft bequemen Betten wieder aufgestanden sind, genug Nutella auf Körnerbrot gegessen und endlich mal was erlebt haben. Ja, wir sind im Zauberland.

Bahnfahren, eine deutsche Stadt in China und Essen in chinesischen Restaurants.

23Nov2013

Nach 4 viel zu kurzen Tagen in Peking, haben wir Donnerstag früh unsere, mittlerweile auf Weihnachtsmann-Sack-Größe angewachsenen, Rucksäcke geschultert und sind mit der Metro zum Bahnhof gefahren.

Und dann erlebten wir es zum ersten Mal: Bahnfahren in China.

Als erstes mussten wir natürlich, immer unter den erstaunten Blicken zahlreicher Chinesen, unsere Backpacks durch die Securitykontrolle bringen. Nach dieser Hürde ging es dann durch den riesigen Bahnhof zum richtigen Check-In Schalter. Man darf hier nämlich erst aufs Gleis, wenn man mit Reisepass und Bahnkarte ''eingecheckt'' hat. Und das auch erst kurz vor Abfahrt des Zuges. Vorher versammeln sich alle in riesigen Wartesäälen und beobachten die beiden merkwürdigen Europäer, die mit ihren riesigen Rucksäcken eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Als wir dann in den Zug durften,stellte sich schnell Begeisterung ein. Das Gepäck bekam einen extra Platz, und von der Beinfreiheit kann man in deutschen Zügen nur träumen. Wir können sogar die Sitze so weit nach hinten klappen, das man beinahe eine liegende Position einnimmt. Im Fernsehen lief ''My Fair Lady'' mit Audrey Hepburn und wir waren seelig. Bequem rasten wir mit 300km/h auf unseren nächsten Stop, Qingdao, zu. Das einzig negative waren die Kekse. Cheese und Roseflower passt halt einfach nicht zusammen...

Erschöpft kamen wir in Qingdao an und ließen uns mit dem Taxi zum Hostel fahren. Den Rest des Abends verbrachten wir bei einem interessanten Essen und einem langen Spaziergang an der Promenade der Hafenstadt. Im Hintergrund leuchtete die Skyline und wir freuten uns auf den nächsten Tag.

Kleine Hintergrundínformation zu Qingdao: Das war um 1900 mal deutsche Kolonie (warum kann uns auch keiner sagen) und ist auch heute noch sehr von der deutschen Architektur geprägt.

Am nächsten Tag führte uns unser Weg auch als aller erstes zu einer Kirche. Viel interessanter als der Baustil (sah aus wie eine Kirche) fanden wir aber die ca.10 Brautpaare, die alle nebeneinander vor der Kirche posierten und sich ablichten ließen. Sogar die Bräutigame wurden geschminkt, und beobachteten/bewerteten eine Weile die verschiedenen Posen und Kleider. Danach spazierten wir einfach durch die vergleichsweise kleine Stadt. Im Hafenviertel ließen wir uns von dem Flair, den zahlreichen kleinen Essständen und den belebten Straßen verzaubern, am Strand beobachteten wir eine Schwimmgruppe, die nur aus älteren Chinesen bestand, und im eiskalten Wasser des Hafenbeckens für einen Wettberwerb trainierte und bestaunten schließlich den Ausblick, den man von der Promenade aus hatte. Viele kleine Häuser mit roten Dächern bildeten eine Art Klein-Münster und ließen uns an Deutschland denken. Irritierend waren nur die Wolkenkratzer im Hintergrund und die gläsernen Malls neben prächtigen Gründerzeit-Villen.

FotoshootingAll-time-Favorite: Baozi!Hochhäuser neben...Strand und deutschem Kleinstadt-Charme.

Heute ging es dann schon weiter nach Nanjing. Die Fahrt war wieder problemlos und nach einigen Schwierigkeiten fanden wir auch ein Hostel, das noch einen Platz frei hat. Hungrig von der Zugfahrt machten wir uns dann auf die Suche nach einem Restaurant und erlebten dann eine der witztigsten Mahlzeiten der Reise:

Ein Restaurant war schnell gefunden und wir nahmen Platz. Ebenso schnell stellte sich heraus, dass es 1. keine englische Karte gibt 2. keine Bilder und das 3. auch niemand englisch spricht. Nach zahlreichen Hin und Her Diskussionen konnten wir wenigstens Jaozi bestellen (chinesische Ravioli). Was Reis auf Chinesisch heißt konnten uns unsere Handys sagen und so fehlte nur noch eine Soße zu dem ganzen, Mittlerweile beobachtete das ganze Restaurant + Kellner das Spektakel und lachten sich schlapp. Aus lauter Verzweiflung zeigten wir dann auf das Gericht, welches eine Gruppe Studenten einen Tisch weiter verspeiste. Es sah aus wie Fleischpfanne und damit hätten wir uns zufrieden gegeben. Auf unsere Frage, was das denn sei, antwortete ein Student jedoch:,,i think that's frog''. So hungrig waren wir doch nicht. Das ganze endete schließlich damit, das eine Kellnerin einen Freund anrief, der gut englisch sprechen konnte und so mit Hannah unser Menü besprechen. Es war dann auch wirklich lecker, nur hatten wir am Ende irgendwie noch eine riesen Schüssel Reis. Das ganze ging wieder von vorne los, und kaum konnten wir gerade noch so verhindern, dass uns ein ganzes Huhn gebracht wird, fragte der Sudent von neben an:,, Oh you maybe want some frog?'' NEIN! So viel gelacht wurde in dem Restaurant wahrscheinlich auch noch nie, aber wir hatten ja auch unseren Spaß.

Jetzt sitzen wir in unserem Hostel und konnten gerade beobachten, wie extrem viele Chinesen und zwei Europäer plötzlich in Fahrradmontur ihre Fahrräder hereinschoben. Die beiden Europäer sind in 5 Monaten von der Türkei bis China mit dem Fahrrad gefahren, studieren in Cambridge und der eine spricht ziemlich gut Chinesisch. Wir sind beeindruckt und ärgern uns sehr über uns selbst, denn er hatte genauso viel Unterricht wie wir. Und seiner ist 5 Jahre her.

Morgen treffen wir Hannahs Austauschschülerin und werden dann ihre Familie besuchen.

Ni hao, Beijing!

20Nov2013

Hallo Peking! (Für alle, die nicht des Chinesischen mächtig sind...)

Wir sind mal wieder in einem neuen Land angekommen. Trotzdem kurz ein paar Worte zu den letzten nepalesischen Stunden: Überrascht wie schnell die Zeit doch vergangen ist, haben wir Frauke am Flughafen von Kathmandu verabschiedet und sind wieder zu zweit unseren Weg gegangen. Und obwohl unser Visum eigentlich schon seit einem Tag abgelaufen war (war bei der Einreise einfach nur halb so teuer...), war die Ausreise kein Problem - raus geht halt immer. Der - vor allem von Katja - gefürchtete Flug über die ganzen 8000er-Berge wurde dann ein echtes Reisehighlight. Nachdem wir ein bisschen Schleife geflogen sind (wahrscheinlich um genug Höhe zu gewinnen) ging es am wunderschönsten Himalaya-Panorama vorbei. Sogar den Everest konnten wir so in den letzten paar Minuten in Nepal noch entdecken - wunderschön! Der wahrscheinlich einzige Flug in unser beider Leben, den wir komplett aus dem Fenster geschaut haben.

Wenig später waren wir dann auch schon in Chengdu, unserer Umsteigestation, angekommen. Hier haben wir eine ziemlich schlaflose Nacht in einem Fast-Food-Restaurant verbracht und unidentifizierbare Dinge verzehrt, die wir wild von der Karte bestellt haben. Uns ist direkt aufgefallen: ohne unsere drei Brocken Chinesisch wären wir hier ziemlich aufgeschmissen, denn niemand, wirklich niemand, spricht auch nur ein Wort Englisch. Und wir dachten, Kommunikation wäre in Indien schwierig gewesen...

Ziemlich erledigt sind wir dann Montag Vormittag in Peking angekommen. Die Fahrt mit dem Flughafenzug und der Metro war erfrischend unkompliziert und günstig. Außerdem ist hier alles so sauber und modern! Eine echte Wohltat nach Indiens mittelalterlichem Müllproblem. So ging es schnell ins vorgebuchte Hostel, das sich auch als echter Glücksgriff herausgestellt hat. Zwar nicht ganz so günstig wie die zwei Monate vorher, aber unglaublich sauber, mit angenehm freundlichen Mitarbeitern, heißer Dusche und bequemen Betten, in die man keinen Schlafsack legen muss, um sich wohlzufühlen!

Nach kurzer Verschnaufpause haben wir die nähere Umgebung ausgecheckt und uns dabei über das tolle Wetter gefreut. Peking hat uns mit frostigen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein empfangen! Und mit fast gar keinem sprachlichen Aufwand (draufzeigen reicht dicke) haben wir unser erstes richtiges chinesisches Mahl verdrückt - und waren begeistert. Ein guter Start in dieses tolle Land, ich war erneut und Katja zum ersten Mal ein bisschen verliebt. Nach einem großen Beijing Beer in der Hostelbar sind wir dann aber erschöpft in unsere himmlischen (Stock-)Betten gefallen und haben ordentlich ausgeschlafen!

Der Montag sollte dann ganz im Zeichen des Sightseeing stehen - er wollte aber nicht. Wir sind bis zum Qian´anmen Square gekommen (Platz des himmlischen Friedens), ein beeindruckendes, riesiges Ding, und haben das riesige Porträt von Mao mehr bestaunt als bewundert. Nächster Stopp sollte die verbotene Stadt werden, da war dann aber Schluss. Die ist seit neuestem nämlich Montagsnachmittags geschlossen. Etwas entmutigt haben wir dann tolle baozi (quasi chinesische Dampfnudeln) zu Mittag gegessen und in der Wangfujing "Snack Street" tolle Dinge wie frittiertes Eis ausprobiert. Nicht ganz zugetraut haben wir unseren sowieso gereizten Mägen die aufgespießten Küken/Fische/Seesterne/lebenden Skorpione/Heuschrecken/u.ä.Skorpion am Spieß gefällig?

Nach einer kurzen Metrofahrt (wir sind immer wieder begeistert - unkompliziert und billig!) konnten wir am Südbahnhof zwei Zugtickets für den weiteren Reiseverlauf erstehen und wollten dann den Lama Tempel erkunden. Waren aber wieder zu spät dran und haben spontan zum Temple of Heaven geswitcht. Dort angekommen wurden wir wieder enttäuscht, alle "scenic spots" schon zu. Aber immerhin in den Park durften wir noch rein und haben bei untergehender Sonne und musikalischer Begleitung einer chinesischen a capella Band einen wunderschönen Spaziergang gemacht.

Gestern ging es dann mit einer Gruppe aus dem Hostel an die große Mauer! Tolles Frühstück und noch besserer Lunch waren im Preis mit drin - kulinarisch ist China einfach wunderbar! Circa 90 Minuten Fahrt haben uns an einen restaurierten Teil der Mauer gebracht, von wo man aber auch (eigentlich verbotenen) Zugang zu ganz alten und ursprünglichen Ecken hat. Die gesamte Reisegruppe ist mit dem Lift den Berg hochgefahren, aber wir Sparfüchse und Himalaya-Trekker sind die 2000 Stufen gelaufen! Obendrauf hat das Treppensteigen dann aber auch nicht aufgehört, wenn man von Wandern auf der Mauer spricht, dann ist das schon ganz treffend, denn gemütlich spazieren ist hier nicht möglich. Wir haben ein ganzes Stück gesehen und sind von diesem riesigen Bauwerk sehr beeindruckt. Leider haben uns ein wenig die Hintergrundinfos gefehlt, die lesen wir uns jetzt aber an. Auf der Mauer, auf der Lauer, stehen zwei Touristen.die chinesische Mauer..ist recht lang.

Zurück im Hostel standen wir vor dem Problem der Abendplanung, denn jede Sehenswürdigkeit, von denen Peking wirklich unglaublich viele hat, macht am Nachmittag zu. Haben uns dann für den Silk Market - eine riesige Fakesachen-Mall - entschieden und den Weg von der Metrostation bis zur Mall (drei Meter) ein wenig ausgedehnt und Pekings Business District bei Dunkelheit genossen. Großstadtfeeling pur. Nein, wir haben uns nicht verlaufen. Auf dem Rückweg haben wir glücklich unsere Einkaufsorgie für Shanghai geplant.

eine TreppeHeute stand dann wirklich Sightseeing auf dem Plan, die verbotene Stadt hat uns reingelassen - und das sogar vergleichsweise günstig, dem abgelaufenen internationalen Studentenausweis sei Dank! Als wir genug von den kaiserlichen Gemächern hatten, haben wir uns auf den Weg zur Peking University gemacht, am campuseigenen See etwas zu Mittag gesnackt und die Riesigkeit bewundert. Wir haben das studentische Feeling geradezu aufgesogen, können unseren eigenen Studienstart jetzt kaum noch abwarten und auch nicht ausschließen, dass man uns hier vielleicht in ein paar Jahren zum Auslandssemester antrifft...Die verbotene Stadtsüße chinesische kinder

Dann ging es zum Summer Palace, wo wir auch wieder am See spazieren konnten und uns diesmal die kaiserlichen Sommergemächer anschauen konnten. Der Wettergott meint es auch weiterhin gut mit uns, in der sinkenden Sonne konnten wir uns bei tollem Panorama ein wenig aufwärmen

Waldbeer-Apfel-Esspapier (oder Folie?)-Stab. was das wohl ist?

Morgen geht es mit dem Zug auch schon weiter nach Qingdao, kaum zu glauben, dass uns erste chinesische Station schon wieder vorbei ist. Wir sind uns auf jeden Fall einig, Peking hat unglaublich viel zu bieten, wir haben viel zu wenig gesehen, es gefällt und es ist klar: wir kommen wieder!

Nepal - once is not enough

15Nov2013

Das war's. Unser beinahe schon Kurztrip nach Nepal ist vorbei. Morgen fliegt Frauke wieder nach Hause und wir weiter nach China. Um den Abschluss gebührend zu feiern, sitzen wir gerade beim Italiener und genießen mal richtig gute Nudeln.

Bevor es mit Berichten aus China weitergeht, wollen wir aber doch noch von unseren Erlebnissen aus Kathmandu erzählen. Die letzten drei Tage konnten wir unser Touristenviertel Thamel leider kaum verlassen, da es im ganzen Land wegen der Wahlen immer wieder zu Unruhen und Demonstrationen kommt. Allerdings haben wir den einen Tag vor unserer Trekkingtour intensiv genutzt und einen langen Lonely Planet Stadtspaziergang gemacht.

Dabei sind wir an gefühlt 35000 Stupas vorbeigekommen und in der wunderschönen Altstadt gelandet. Dort war alles angenehm untouristisch und ein uraltes Gebäude reihte sich an das andere. Nach einer kleinen Rast wurden wir dann von einem kleinen Mädchen begleitet, dass sehr verloren aussah. Fraukes Versuche, sich mit Hilfe der Sprachtipps des Lonelys mit ihr zu verständigen, schlugen leider alle fehl und wir konnten sie nur freundlich anlächeln. Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und auch wenn uns die Ursprünglichkeit der Altstadt sehr gut gefallen hat, konnten wir doch sehen, dass viele Familien am Existenzminimum leben. Zum Mittagessen gab's Chowmien (Nudeln) in einem Minirestaurant, dass von zwei Frauen betrieben wurde. Über die hygienischen Verhältnisse der Zubereitung wollten wir besser nicht nachdenken, aber es war billig, lecker und krank geworden sind wir auch nicht. Den Rest des Tages sind wir nur ziellos durch Thamel gerannt und haben ausgecheckt, was nach dem Trekking so in unseren Einkaufstüten landen sollte.

Ein wenig Altstadt-FlavourLKW-Ersatz...Eine sonnenbadende FraukeWir reihen uns ein in den Kreis der Touristen

5 Tage später waren wir dann wieder da und wollten eigentlich gerne Tagestouren machen, aber angesichts des unglaublichen Polizeiaufgebots an allen Straßenecken, und der allgemein irgendwie angespannten Stimmung, trauten wir uns das leider doch nicht. Also haben wir uns nur die 250 Stufen zur Swayambunath hoch gequält. Das ist eine ziemliche große buddhistische Tempelanlage, die sich auf einem Hügel über Kathmandu erhebt. War dann auch recht interessant, wir sind ein bisschen herum gelatscht, haben versucht, uns spirituell zu fühlen und Kathmandu im Smog zu entdecken. Auf dem Rückweg mussten wir einen der schmutzigsten Flüsse der Welt überqueren und entdeckten so die nicht so schönen Seiten Nepals. Zuerst fielen uns nur die wahrscheinlich elternlosen Kinder auf, die innmitten der schwimmenden Müllberge spielten. Bei genauerem Hinsehen entdeckten wir dann auch ein paar kleine Jungs, die offensichtlich Kleber (oder etwas ähnliches) schnüffelten und schon ganz apathisch durch die Gegend torkelten. Solche Erlebnisse schockieren uns immer wieder aufs Neue, vor allem wenn wir sonst nur in Thamel sind, das hauptsächlich von französischen Touristen dominiert wird.

Die SwayambunathKathmandu unter der Smog-GlockeKinder im Drecksfluss...

Den letzten Tag haben wir sehr mädchenmäßig verbracht:

Erst Frühstück, dann ziemlich günstiges Spa (mit Body Scrub, Massage und Gesichtsbehandlung) und ausgiebigem Shopping. So viel Geld haben wir wohl während des ganzen Trekking-Trips nicht ausgegeben.

Die zwei Wochen sind vergangen wie im Flug und dachten wir am Anfang noch, das reicht für ein so kleines Land völlig aus, fällt unser Nepal-Fazit jetzt doch ganz anders aus:

Nepal - Once is definitely not enough!

Wir kommen wieder!

 

Mountain Heroes

12Nov2013

Weil wir uns gedacht haben, man kann nicht nach Nepal fahren, ohne mal getrekkt zu haben, ging es Donnerstag ins Langtang Tal! Nahe bei Kathmandu gelegen, sollte Syabrubesi unser Ausgangsort für einen kurzen Trek mit einer tollen "variety of scenery" werden. Die Fahrt mit dem local bus lassen wir komplett außen vor, 9 Stunden in Todesangst für 160km sind wirklich eher vergessens- als erwähnenswert.

Nach einer kurzen Nacht im Hotel Namaste, geführt von der freundlichen Chheten Lama, die uns viele hilfreiche Tipps geben und vor allem Mut machen konnte, ging es dann Freitagmorgen los - erste Etappe!

Tag 1: Syabrubesi - Lama Hotel, max. elev. 2400m

Am Trek-"Eingang" mussten wir uns als erstes beim Militär registrieren, damit auch auffällt, falls wir nicht zurückkommen. Dann ging es über eine lange, wackelige Hängebrücke und über lockeres Geröll am tosenden Fluss entlang. Es folgten einige Brücken, primitive Stufen und mehrere "steep climbs" bis im Wald einfach ein wenig gewandert werden konnte. Schon ziemlich durchgeschwitzt und angestrengt haben wir eine kurze Mittagspause gemacht und uns das erste Mal über hohen Bergpreise gewundert. In Lama Hotel kamen wir dann am Nachmittag an (einigermaßen fertig mit der Welt) und haben die erste Lodge geschnappt, die sich uns angeboten hat. Zimmer umsonst, dafür unglaublich teure Speisekarte - es stellten sich die ersten Zweifel ein, ob denn unser Bargeld für den Weg hoch und wieder runter reichen würde. Als wir den ersten Wasserpreis erfragt haben, klar war, dass es keinen Strom für den Wasserkocher gab, um das Flusswasser trinkbar zu machen und uns sehr ans Herz gelegt wurde, mindestens drei Liter täglich zu trinken (wir wollen ja nicht an der Höhenkrankheit sterben), war klar: reicht auf keinen Fall. Ein wenig haben wir uns schon am nächsten Tag wieder runterklettern sehen, aber dann haben wir Shannon und Ellie aus Australien getroffen. Shannon, die mal knapp ein Jahr in Deutschland gelebt hat, schuldete den Deutschen scheinbar einige Gefallen, denn am nächsten Morgen waren wir mit zusätzlichen Snacks, Tabletten gegen altitude sickness und - am allerwichtigsten - Wasserreinigungstabletten ausgestattet! Hier nochmal ein offizielles Dankeschön, die beiden haben unseren Trek gerettet!

Tag 2: Lama Hotel - Langtang Village, max. elev. 3500m

Nach einem nicht ganz so befriedigenden Porridge-Frühstück (im Budget) ging es ähnlich anstrengend weiter. Zwischendurch hatten wir das Gefühl, jeden Höhenmeter, den wir zurückgelegt hatten, sind wir auf der anderen Seite wieder runtergelaufen. Die Landschaft war aber gleichbleibend wunderschön, wenn wir die Schönheit des Waldes aber auch langsam genug "appreciated" hatten und gerne mal was anderes sehen wollten. Nach dem Mittagsstop wurden wir für unsere Lauferei dann auch belohnt, die Bäume wurden weniger, die Yaks mehr und in der Ferne konnten wir die ersten schneebedeckten Gipfel entdecken! Noch ein wenig erledigter als am Tag vorher kamen wir zu ähnlicher Uhrzeit in Langtang an und haben ein Zimmer in einer klitzekleinen Lodge bezogen. Nach einer Katzenwäsche mit mäßig warmem Wasser durften wir uns dann ins Wohn- und Esszimmer der Besitzerfamilie setzen und haben zu perfekter Zeit (so gegen 5) ein wunderbares Dal Bhat, das nepalesische all-you-can-eat-Nationalgericht, genossen. Den Preis dafür haben wir vorher knallhart verhandelt, denn aufs Geld achten mussten wir immer noch. So um 6 gings dann auch ins kalte Bett und unter dicken Decken haben wir uns glücklich in den Schlaf gefroren.

Tag 3: Langtang Village - Kyanjin Gompa, max. elev. 4000m

Nach einer wirklich kalten Nacht haben wir tibetisches Brot als Frühstück entdeckt und sind dann über gefrorene Flussläufe losgewandert. Bis zu unserem Ziel haben wir nur den Morgen gebraucht und die Strecke war wunderschön. Die Berge kamen immer näher und wurden immer mehr, Luft und Sicht haben uns sehr glücklich gemacht und die Anstregung fast vergessen lassen. Im Dorf angekommen haben wir erstmal Hotelpreise verglichen und uns für eine sehr hübsche kleine Lodge entschieden, das lovely Guesthouse. Wir waren anfangs die einzigen Gäste und haben dicken discount bekommen. Nach einer Nudel- und Kartoffelstärkung (unsere erschwingliche, kalorienreiche Diät) wollten wir den Kyanjin Ri, den lokalen Gipfel, besteigen. Die 4600m haben wir wegen aufziehender Wolken (und ein wenig auch wegen unserer Erschöpfung) nicht ganz erreicht, aber eine wunderbare Snack-Pause mit den von Shannon geschenkten Müsliriegeln - Mountain Man! - auf großen Steinen gemacht und in der schwindenden Sonne die Sicht genossen. Nach dem erneut frühen Abendessen sind wir dann völlig erledigt in noch kälterer Umgebung früh in unsere Schlafsäcke geschlüpft.Mountain Man!Top Fotograf Hannah!Zähneputzen bei Tiefst-TemperaturenDie Frauke.

Tag 4: Kyanjin Gompa - Lama Hotel

Das frühe Aufstehen fiel uns diesmal besonders schwer, was eventuell damit zusammen hängen könnte, dass in unserem Zimmer Außentemperatur herrschte, heißt: -2 Grad und gefrorenes Toilettenwasser. Durften dann aber zum Glück in der Küche der Familie frühstücken und uns am Ofenfeuer wärmen. Dabei sahen wir wohl so verfroren aus, dass der Besitzer uns auch prompt einen Tee spendierte (kostenlose Dinge sind immer ein Highlight). Beim Frühstück (Brot mit Ernussbutter/Marmelade/Honig) konnten wir uns auch ein wenig mit der Besitzerin unterhalten und einige interessante Dinge erfahren. So gehen ihre Kinder, 7 und 8, in Kathmandu zur Schule, und können nur zweimal im Jahr nach Hause kommen. Das kommt uns sehr wenig  vor, aber es ist gut zu hören, dass auch in den ärmeren Familien auf Schulbildung geachtet wird. Anschließend verabschiedeten wir uns von der unheimlich herzlichen Familie und dem unfassbar schönen Bergpanorama und machten uns auf den Rückweg. Die ersten paar Stunden gingen schnell vorbei, aber dann wurde uns schnell klar: Steile Stellen sind auch in die andere Richtung kein Spaß. Mit ordentlich Schmerzen in allen Gelenken,die es im Bein so gibt, kamen wir schließlich in Lama Hotel an. Wollten da eigentlich in ein anderes Hotel als beim ersten Mal, aber die beiden schnuckeligen Söhne des Besitzers hatten uns damals zum Abschied Kekse geschenkt und uns diesmal am Eingang abgefangen. Uns blieb nichts anderes übrig, aber als uns der Besitzer mit den Worten:,,Sprecht nicht mit anderen Menschen'' empfing, ärgerten wir uns sehr über unser Pflichtgefühl. Das abendliche Kartoffelessen war dann zwar ganz lecker, aber wir waren trotzdem um ca. 18:00 im Bett. Bergwandern macht eben müde.

Tag 5. Lama Hotel - Syabrubesi

Die Nacht war erfreulich warm und wir sprangen beinahe aus den Betten. Der Besitzer des Hotels wurde leider immer unheimlicher und versaute uns damit ein bisschen das Frühstück. Als Hannah und ich fröhlich unser Erdnussbutterbrot essen wollten, wollte er uns zuerst das Brot schmieren, und erklärte uns dann wie teuer die Erdnussbutter im Einkauf gewesen wäre. Da das Frühstück aber sowieso völlig überteuert war, nahmen wir heimlich Rache und hinterließen das Erdnussbutterglas halb leer. Draußen war es trotzdem ziemlich kalt und das rasche Zähneputzen führte wieder zu gefühlt abgefrorenen Fingern. Über den restlichen Rückweg gibt es nicht mehr so viel zu erzählen, unsere Waden schmerzten vom Vortag und das ständige bergab klettern geht auch sehr in die Knie. Als wir schon dachten wir würden niemals irgendwo ankommen, erreichten wir wenigstens den Mittagspausen-Punkt. Zur Stärkung gab's in Kyanjin Gompa erworbenen Yak-Käse mit obligatorischem Marmeladen-Brot. Der restliche Weg neigte sich dann auch irgendwann dem Ende und wir konnten schließlich am Eingang Syabrubesis beim Militär wieder ''auschecken''. Die waren auch ganz begeistert und erklärten uns wir wären sehr flott unterwegs (Balsam für unsere geschundenen Beine).Ankunft in Syabrubesi

Als dann auch noch der ATM funktionierte und frisches Geld unsere Taschen füllte, war der Tag eigentlich gerettet. Abends gab's frische, von unserer Lieblings-Chheten zubereitete, Nudeln mit Tomatensauce und als besonderes Dessert: Snickers-Momo (in Teig frittierte Snickers bzw. Twix für Frauke)

Unser Trekkingfazit: Wir laufen jetzt wie sehr alte Frauen, haben ziemlich gefroren und geschwitzt, aber auch unglaubliche Aussicht genossen, wahnsinnig freundliche Nepali-Familien getroffen und festgestellt, dass man mit ziemlich wenig Geld trotzdem ziemlich weit kommen kann. Außerdem können wir voller Stolz sagen, dass wir vermutlich mit zu den jüngsten drei Deutschen gehören, die den Langtang Valley Trek ohne Guide und in 5 Tagen gelaufen sind. Alle die wir getroffen haben (hauptsächlich Franzosen, die zieht's irgendwie nach Nepal..) waren immer wieder von unserem Alter beeindruckt.

Morgen geht's mit nem ziemlich überteuerten Jeep zurück nach Kathmandu. Wir wollten eigentlich wieder den Local Bus nehmen, aber Team-Timing kommt natürlich genau dann nach Nepal wenn Wahlen sind. Das bedeutet: Im Moment wird gestreikt und wir können froh sein, dass wir morgen überhaupt eine Möglichkeit haben hier wegzukommen. Wir melden uns aus Kathmandu!

Hannah und ein Porter (der vermutlich gerade unsere Kartoffeln nach oben trägt)Hängebrücken Panoramanoch mehr Hängebrücken PanoramaLKW Ersatzfast auf dem Kyanjin Ri Die Berge YakIn Langtang VillageFrauke friert.Noch mehr Hängebrücken Panorama mit Katja drauf.Die Straße nach SyabrubesiWas nicht mehr reinpasst fährt eben auf dem Dach mit.Auf dem Weg nach Lama Hotel

Auf in ein neues Land!

04Nov2013

Nach unserem Indien-Fazit hatten Hannah und ich uns geistig schon von Indien verabschiedet. So schnell wie geplant konnten wir das Land leider nicht hinter uns lassen, doch nach diverser Bus Schwierigkeiten und unschönen Kontakten mit der korrupten Seite Indiens brachen wir Donnerstag den 31.11 morgens in Dehli auf. Überteuertes Raststätten-EssenUnser vertrauenserweckender 26h Bus

Nach 26 Stunden der, ohne Witz, schrecklichsten Busfahrt unser aller Leben kamen wir Freitag dann in Sunauli, dem Grenzort, an. Nach problemlosen Grenzformalitäten konnten wir aus Indien aus- und nach Nepal einreisen.Raus! Rein!

Unser erster Eindruck: War doch noch ziemlich indisch. Mit der Fahrrad-Rikscha ging es dann nach Bairahawa und von dort mit dem Bus nach Lumbini. Für die 26km nach Lumbini brauchten wir dann auch eine Stunde (Frauke wirft ein: Schreibs dramatischer: Mit dem Po eines Inders im Gesicht!). Im langsamsten Tempo ging es die Straße entlang, immer auf der Suche nach neuen Mitreisenden. Ging nach dem Motto: Einer geht noch! Aber Hannah und ich als ''Indien-Checker'' kannten das ja schon und fühlten uns direkt heimisch..

Lumbini selbst stellte sich dann als ziemlich unspannend heraus. Das Hotel war feucht und die Geburtsstätte Buddhas im wesentlichen ein Stein. Umrundet von einem weißen Klotz. Wir waren etwas enttäuscht und verbrachten die meiste Zeit mit Trekking-Recherche. Am nächsten Tag fuhren wir dann auch direkt nach Pokhara weiter.

8 Stunden saßen wir im Bus, genossen das Panorama und versuchten bei den unglaublich kurvigen Straßen unsere Mägen unter Kontrolle zu halten. Hannah ist jetzt unser Bus-fahren-in-Nepal-Held, Frauke und ich hatten schwer zu kämpfen.

Der Weg hat sich gelohnt, Pokhara ist wunderschön. Den ersten Abend verbrachten hauptsächlich beim Essen. Auf dem Rückweg konnten wir großartige Diwali-Bürgersteig-Bemalung betrachten. Durch das Festival ist hier alles hell erleuchtet, auch Geschäfte sind mit Kerzen geschmückt und zahlreiche Kindergruppen gehen von Haus zu Haus und singen. Alles erinnert uns sehr an Sankt Martin und ist wirklich schön.so schön..Schöne Diwali-Deko

Am nächsten Tag kümmerten wir uns hauptsächlich um die Weiterfahrt nach Kathmandu, Geldwechel und das TIMS, eine Karte die jeder Trekker sich besorgen muss, um später leichter gefunden zu werden, falls man verloren geht. (Das planen wir natürlich nicht ein!)Der erste große Berg! (Das da ganz blass im Hintergrund)Seeblick

Nach einem langen Spaziergang um den See und der Suche nach dem Annapurna war der Tag auch schon wieder vorbei, und jetzt sitzen wir auf dem Dach eines wunderschönen Restaurants, trinken Tee und lauschen Diwali-Gesängen. Nepalesische WaschfrauenDie sind auch überall.

Hier in Pokhara würden wir so gerne länger bleiben. aber die Zeit rast. Morgen geht's mit dem Bus weiter nach Kathmandu und von dort am nächsten Tag schon nach Syabrubesi, von wo wir unsere Trekkingtour starten wollen.

Zwei Wochen sind viel zu kurz, aber wir sind uns jetzt schon alle einig: Wir kommen wieder!

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